Dez 172018

Zusammenfassung der Sitzung im Dezember 2018

– Der Film „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen“ wird am 01.02.2018 um 20 Uhr in der Kinowerkstatt, Pfarrgasse 49, 66386 St. Ingbert gezeigt. Ein weiterer empfehlenswerter Film „Worauf warten wir noch?“ wird am 17.01.2018 um 19 Uhr im Unverpackt Saarbrücken gezeigt.
– Die aktuelle Satzung liegt dem Finanzamt nach dessen Rückmeldung als Änderungsvorschlag vor.
– Wir haben uns diesen Monat beim Netzwerk-Entwicklungspolitik Saar e. V. für die Trägerschaft einer Promotor*innen-Stelle beworben (http://www.nes-web.de/fileadmin/user_upload/news/Veranstaltungen/Aktuelles/PP_Traegerausschreibung_NES_2019-21.pdf).
– Ebenso hatten wir uns bei der Stiftung Mitarbeit für eine Starthilfeförderung beworben, um unseren Flyer zu finanzieren (Update 12.12.2019: Leider eine Absage erhalten).
– Kurze Zusammenfassung des zweiten Vernetzungstreffens der Ernährungsräte in Frankfurt:

Unter dem Motto „Wege zur Ernährungsdemokratie“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und den Niederlanden. Die Veranstaltung diente dem Erfahrungsaustausch zwischen den Initiativen und dem Schmieden gemeinsamer Pläne.

Aus Toronto war Lori Stahlbrand angereist, die für den dortigen Food Policy Council tätig ist. Die Professorin fördert die lokale und nachhaltige Lebensmittelbeschaffung. Ihre Botschaft: Städte können nicht nur viel für die Ernährung tun, die Ernährung kann auch sehr viel für die Städte tun.

Für die Teilnehmer war der Vortrag des Dänen Kenneth Hogaard ganz besonders interessant. Das House of Food, in dem Kenneth Hojgaard tätig ist, wurde 2007 als unabhängige, gemeinnützige Stiftung von der Stadt Kopenhagen gegründet, um eine „gesunde, glückliche und nachhaltige Essens-Kultur“ zu fördern. Das ist dem House of Food so gründlich gelungen, dass 90 Prozent aller öffentlichen Einrichtungen inzwischen gesund und überwiegend „bio“ kochen. Möglich wurde das durch eine intensive Beratung und Weiterbildung der Köche und des Kantinenpersonals. Sie sind nun in der Lage, selber, regional und „bio“ zu kochen.

Im praktischen Teil wurden in Open-Space-Sessions u.a. verschiedene Themen behandelt: Wie finden wir Unterstützer in der Kommunalpolitik und -verwaltung? Wie verhalten wir uns zu den großen Playern in der Lebensmittelwirtschaft und Industrie? Wie können Ernährungsräte über ihre Arbeit informieren, mit Interessierten ins Gespräch kommen, im öffentlichen Raum sichtbar werden, um tatsächlich Veränderung zu veranstalten?

Am Ende wurde die „Frankfurter Erklärung“ verabschiedet, in der festgehalten wurde, dass Städte und angrenzende Regionen eine zentrale Rolle bei der Schaffung einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung spielen: https://ernaehrungsrat-frankfurt.de/wp-content/uploads/2018/11/Frankfurter-Erkl%c3%a4rung_website_ER-Frankfurt-1.pdf

– Geplante Aktionen/Projekte für 2019: Weitere Obsternte-Aktionen, Je Landkreis eine AckerSchule etablieren, eine Saatguttauschbörse organisieren, Zusammenarbeit mit Foodsharing, dem Stadtbauernhof, dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und Unverpackt Saarbrücken.